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Wurmbefall bei Tieren - eine Gefahr für den Menschen

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Wurminfektionen kommen in der Hunde und Katzenhaltung sehr häufig vor. Da Würmer durch den normalen Umgang mit dem Tier leicht auf den Menschen übertragen werden können, ist eine Wurminfektion des Haustieres auch heute noch eine ernst zu nehmende Gefahr für den Menschen. Besonders für Kinder, die oft sehr engen Kontakt zu Tieren haben, sind gefährdet. Daher ist die Entwurmung von Hund und Katze immer noch ein relevantes Thema.

In Deutschland spielen in erster Linie Rundwürmer, Bandwürmer und durch Einschleppung aus dem Ausland auch Herzwürmer eine Rolle.

Rundwürmer, auch Nematoden genannt, sind fadenförmige dünne Würmer mit erstaunlich unterschiedlicher Größe. Je nach Spezies können sie zwischen einem Millimeter und einem Meter lang werden. Sie ernähren sich vom Darminhalt des Wirtes und von dessen Körpersubstanz. Ein Nematodenweibchen kann bis zu 200 000 Eier täglich abgeben, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Die bei Hunden und Katzen häufigsten Rundwürmer sind Spulwürmer, nahezu alle Welpen sind damit infiziert, und Hakenwürmer.

Bandwürmer, auch Zestoden genannt, ähneln einer Kette mit flachen, bandartigen Körpersegmenten. Auch sie können von einigen Millimetern bis zu mehreren Metern lang werden. Hund und Katze nehmen sie durch den Verzehr von rohem Fleisch, oder durch Flöhe und Haarlinge auf. Auch hier lohnt es sich also die Tiere durch Arzneimittel wie z. B. Frontline gegen Haarlinge, Flöhe und Zecken schon zu schützen.

Für eine Wurminfektion gibt es drei mögliche Wege: 1. oral (durch den Mund). Hunde und Katzen und Katzen nehmen vielfach beim Schnüffeln auf kontaminierten Böden oder an Pflanzen infektiöse Eier auf. Auch die Aufnahme infizierter Zwischenwirte, z. B. Flöhe (Kürbiskern-Bandwurm) oder Mäuse, führt zu einer oralen Infektion. Besonders infektionsgefährdet sind Jagdhunde, wenn sie frische Eingeweide des erlegten Wildes zu Fressen bekommen.

2. Perkutan (durch die Haut). Larven dringen hierbei durch unverletzte Haut!  und 3. vom Muttertier auf die Nachkommen.

Die Schäden und demzufolge die Symptome einer Wurminfektion können extrem vielfältig sein:

Abhängig vom Alter und Gesundheitszustand des Tieres, seiner Widerstandsfähigkeit und dem Ausmass des Parasitenbefalls können die Symptome von struppigem, glanzlosen Fell über Gewichtsverlust, Wurmbauch, verminderter Fruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit bis hin zu entzündlichen Hauterkrankungen, Blutarmut und Darmverschlüssen reichen. Während bei erwachsenen Tieren der Befall nur selten zu erkennbaren Symptomen führt, kann es bei Welpen zu schweren Erkrankungsverläufen bis hin zu Todesfällen kommen.

Was bedeutet das für den Menschen?

Menschen können sich oral und perkutan infizieren, wobei die orale Infektion deutlich überwiegt. Durch das Belecken von Gesicht und Händen können Eier übertragen werden, ebenso indirekt über Speisen, Handtücher oder Bettwäsche. Kinder können sich zudem im Sandkasten infizieren, der mit Hunde- oder Katzenkot verunreinigt ist.  Wurmeier können auch über Fliegen, fäkalienverunreinigtes Gemüse oder Obst ( Brombeeren aus dem Wald) oder Trinkwasser in den Körper gelangen.

Infektionen mit dem Kürbiskern-Bandwurm: Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust, Juckreiz am After

Infektionen mit dem Fuchsbandwurm: Hierbei kommt es zu einem schweren Krankheitsbild: der alveolären Echinokokkose

Bis zu 15 Jahre können sich die Larven durch ihr Wachstum wie ein bösartiger Tumor verhalten. Meistens wird zunächst die Leber befallen, bevor es dann zu „Metastasen“  im Gehirn und der Lunge kommen kann.

Orale Infektionen mit Spulwurmeiern: Bevorzugte Organe sind Leber, Lunge, Gehirn, Nervenbahnen und Auge, wo sie ernsthafte Gesundheitsschäden hervorrufen können. Weltweit sind hier 20 Millionen Menschen betroffen, die Hälfte unter 3 Jahren.

Hakenwurmlarven:  Diese können  in kontaminierten Sandkästen, an feuchtwarmen Badestränden und auf Liegewiesen bei direktem Hautkontakt aktiv in die menschliche Haut eindringen. An der Eintrittsstelle entstehen durch die unter der Haut wandernden Larven nach zwei bis vier Tagen rötliche, stark juckende Hautveränderungen, die Insektenstichen ähneln. Bakterielle Infektionen und eitrige Ekzeme schließen sich häufig an.

Individuelle Behandlung von Hund, Katze und Mensch

Aufgrund der verschiedenen Ansteckungswege ist das Risiko für einen Wurmbefall je nach Alter, Haltungsform, Ernährung und Nutzung unterschiedlich hoch.  Und gerade deswegen gibt es auch nicht ein Behandlungsschema, sondern dies muss individuell erfolgen.

Sie selbst können vorsorgen mit Mitteln aus der Apotheke gegen Zecken, Flöhe und Haarlinge für ihre Tiere. Wir führen ein breites Sortiment und beraten Sie gern. Auch Mittel gegen Bandwürmer bekommen Sie in der Apotheke rezeptfrei. So schützen Sie sich und ihr Tier.

Darüberhinaus begeben Sie sich und ihr Tier vertrauensvoll in ärztliche und tierärztliche Behandlung.

Ihre Apothekerin Sonja Reder