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Das Mittelmeer ist das beliebteste Reiseziel der Deutschen

Viele Millionen Deutsche reisen jährlich ans Mittelmeer. Die Südeuropäischen Länder Spanien, Italien, Kroatien, Tunesien und auch die Türkei sind preiswert zu erreichen und werden nicht wirklich als Ausland empfunden. Sorglosigkeit im Umgang mit Infektionsrisiken ist die Folge. Vor allem das wärmere Klima und auch die südländische Lebensart bergen jedoch andere Gefahren als bei uns in Mitteleuropa und davor schützt nicht unbedingt ein 5 Sterne Hotel.

Ich möchte Ihnen helfen Ihre nächste Reise auch unter dem Aspekt Gesundheit besser vorzubereiten. Kommen Sie in unsere Apotheken und lassen Sie sich individuell beraten. Wir sind zertifizierte Reiseapotheke, wir wissen was Sie brauchen und was ihre Krankenkasse bezahlt.
Wir möchten Sie aufklären, denn oft reicht es schon, wenn man die Gefahren kennt. Dann kann man sich entsprechend verhalten und evtl. schützen. Der sicherste Schutz ist oft eine Impfung.

 

     Mallorca - Spanien            

Ausbrüche der Legionärskrankheit gibt es in spanischen Hotels immer wieder, Ursache sind Bakterien die Legionellen, die sich in stehendem, lauwarmem Wasser, z.B. in Duschköpfen oder in Wasserhähnen, stark vermehren und dann beim Duschen oder Waschen mit dem Wasserdampf eingeatmet werden. Die Folge ist eine schwere Lungenentzündung, bei auch tödlich verlaufen kann. Das Infektionsrisiko sinkt, wenn Sie vor dem Duschen das Wasser bei geöffnetem Fenster einige Zeit ablaufen lassen und sich dabei nicht im Bad aufhalten.

                     Legionellen

Impfempfehlungen

- Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A, evtl. Masern für alle Reisenden
- Grippe und Pneumokokken für Reisende älter als 60 Jahren
- Hepatitis B für Langzeitaufenthalte, Intimkontakte u.a.
- Meningokokken - Meningitis für Schüler, Studenten und Lanzeitaufenthale

 

     Italien, Malta, San Marino         

In diesen Mittelmeerländern ist die Brucellose weit verbreitet. Auslöser sind Bakterien, die in nicht pasteurisierten Milchprodukten wie Rohmilchkäse enthalten sein können und von infizierten Nutztieren wie Schafen, Ziegen, Rindern und Schweinen übertragen werden. Anfangs kommt es zu Fieber, später treten Gelenkschmerzen auf. Milz und Leber vergrößern sich, Gehirnfunktionen können ausfallen und es kann zu Herzrhythmusstörungen kommen. Schutz: Meiden Sie rohe Milchprodukte!

                                                 
 An Burcellose erkrankte Kuh.                                   Burcellen

Impfempfehlungen

- Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A, evtl . Masern für alle Reisenden
- Grippe und Pneumokokken für Reisende älter als 60 Jahren
- Hepatitis B bei Langzeitaufenthalte und Intimkontakte

 

    Kroatien, Griechenland, Zypern         

Hunde, Katzen und auch Füchse scheiden hier Wurmeier eines Bandwurms aus. Durch direkten Kontakt mit den Tieren oder über kontaminierte Nahrung, beispielsweise Beeren und Pilze, wird der Erreger übertragen. Erst Jahre nach einer Infektion kann sich die Echinokokkose bemerkbar machen. Schutz: Nahrungsmittelhygiene und persönliche Hygiene, z. B. Händewaschen nach Tierkontakten.

              Bandwurm

Impfempfehlungen

- Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A, evtl. Masern für alle Reisenden
- Grippe und Pneumokokken für Reisende älter als 60 Jahre
- Hepatitis B bei Langzeitaufenthalte und Intimkontakte
- Meningokokken-Meningitis für Griechenland für Schüler, Studenten, und bei Langzeitaufenthalten
- Fsme in bestimmten Regionen von April bis Oktober
- Tollwut (nur für Kroatien bei einfachen Reisebedingungen und Tierkontakten. Tollwut ist heute noch tödlich!
 

 

     Türkei    

Typhusbakterien gelangen mit verunreinigter Nahrung und Trinkwasser in den Körper. Nach 1-2 Wochen entwickelt sich hohes Fieber mit schwerem Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen und Verstopfung. Dann treten Hautveränderungen auf, Leber und Milz vergrößern sich stark, es kann zu breiartigen Durchfällen kommen. Komplikationen wie Darmdurchbruch und Bauchfellentzündung können tödlich verlaufen.
Schutz: Impfung und Nahrungsmittelhygiene
 
               Erreger für Typhus sind Salmonellen

Impfempfehlungen

- Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A, evtl.  Masern für alle Reisenden
- Grippe und Pneumokokken für Reisende älter als 60 Jahren
- Hepatitis B bei Langzeitaufenthalte, Intimkontakte u.a.
- Typhus (s.o.)
- Tollwut bei einfachen Reisebedingungen, und Tierkontakten.
- Malariavorsorge bei Reisen ins Grenzgebiet zu Syrien und dem Irak

 

     Tunesien, Marokko         

Tollwut ist eine Viruserkrankung, die auch heute noch tödlich verläuft. Es sei denn man ist vorher geimpft. Tollwut wird meist durch den Biss eines infizierten Hundes auf den Menschen übertragen. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch dauert es in der Regel 1-3 Monate. Die Krankheit führt über Krämpfe, Erregungszustände und Lähmungen innerhalb von 2 Wochen zum Tod. Schutz: Kontakt mit Tieren meiden, Impfung vor der Urlaubsreise, nach verdächtigem Tierkontakt sofort zum Arzt.

                    An Tollwut erkrankter Hund.

Impfempfehlungen
- Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A, Polio, evtl. Masern für alle Reisenden
- Grippe und Pneumokkokken für Reisende älter als 60 Jahren
- Hepatitis B  bei Langzeitaufenthalten, Intimkontakten u. a.
- Typhus
- Tollwut bei einfachen Reisebedingungen und Tierkontakten

 

     Südfrankreich    

Kulturreisende, Schulklassen, Sportler, Camper und, und… alle Altersgruppen zieht es in die Region. Doch  Frankreich gehört in Europa zu den Ländern mit der höchsten Zahl an HIV – Infizierten. Von April bis Oktober sind Mücken und Zecken aktiv und können Infektionen übertragen.
Das Papataci-Fieber wird durch winzig kleine Stechmücken, sogenannte Phlebotomen übertragen. Fieber-, Kopf-, Augen-, Muskel- und Gelenkschmerzen sind die Begleiterscheinungen. Sie klingen nach wenigen Tagen ab und es kommt erneut zum Fieberanstieg und zu einer Hirnhautentzündung. Die Genesung ist oft lang. Schutz: Verhinderung von Mückenstichen.

                Die Sandmücke Phlebotomus pappatasi.

Impfempfehlungen
- Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A, evtl. Masern für alle Reisenden
- Grippe und Pneumokokken für Reisende älter als 60 Jahren
- Hepatitis B für Langzeitaufenthalte und Intimkontakte.

 

 

Quellen: GSK; Sanofi Pateur; Sanofi Aventis