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FSME und Reisen

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Frühjahr und Sommer stellen die klassische Reise-Jahreszeit in Deutschland dar. Während der Großteil der Bevölkerung sich über die Gefahr durch Zecken in Deutschland zunehmend bewusst wird, denken die wenigsten Reisenden an die Bedeutung der FSME als Reiseinfektion.

Die Statistik des Robert-Koch-Instituts zeigt, dass jährlich zwischen 4% und 9% der in Deutschland diagnostizierten FSME-Infektionen nicht in Deutschland, sondern im Ausland erworben wurden. An erster Stelle steht Österreich, gefolgt von Ungarn, Russland, Kasachstan, Ukraine, Rumänien und Polen.

Die aktuellen Untersuchungen zeigen, dass die FSME und die östliche Form der Russischen FSME weiter verbreitet sind als bisher angenommen. Das Verbreitungsgebiet setzt sich von der Mongolei aus nach Osten über den Norden Chinas bis auf die nördliche japanische Insel Hokkaido fort. Der Nachweis von FSME bis nach Südkorea wirft neue Fragen zur südlichen Ausbreitung in Ostasien auf. Die augenblicklich verfügbaren Daten legen den Schluss nahe, dass die FSME sich weiter ausbreitet. In Finnland und Schweden breitet sich die FSME um mehrere hundert Kilometer nach Norden aus, verbunden mit einer Ausbreitung des Überträgers.

Alle bisher nachgewiesenen FSME-Viren weisen enge verwandtschaftliche Beziehungen auf, so dass die aktuell verfügbaren Impfstoffe in Europa auch meist einen ausreichenden Schutz gegen östliche Virusstämme bieten können. (Deutscher Impfstoff wirkt gegen alle drei Subtypen) Damit stellt die FSME Impfung die wichtigste prophylaktische Maßnahme zum Schutz vor FSME auch für die Reisemedizin dar.

Experten empfehlen: Großzügiger impfen! Auch an den Grenzverbreitungsgebieten.
 

 

FSME-Risikogebiete in Deutschland
Das FSME-Virus ist in Deutschland in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs und vereinzelt in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen verbreitet.

Fast alle Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfung bei Reisen oder Aufenthalten in den deutschen Risikogebieten. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.  
 


FSME-Risikogebiete in Deutschland
Hier tritt die FSME gehäuft auf: Österreich, Ungarn (vor allem im Bereich des Plattensees), Polen, Tschechien, Slowakei, Russland, Litauen, Lettland, Estland, Albanien und auf dem Balkan sowie in Skandinavien - insbesondere an der Ostseeküste von Südschweden und Finnland einschließlich vorgelagerter Inseln. Als Faustregel kann gelten: Je weiter man nach Osten kommt, desto höher ist das FSME-Risiko. Aber auch in der Schweiz, im Elsass und in Norditalien kommt das Virus vor.

Beim Aufenthalt in diesen Gebieten, auch bei der Durchfahrt mit Pausen im Freien, besteht die Gefahr einer Infektion. Deshalb sollten Sie bei den Reisevorbereitungen für Aufenthalte in diesen Regionen auch an die Impfung gegen FSME denken. Die in Deutschland verfügbare Impfung schützt auch vor der noch aggressiveren östlichen Variante des FSME-Virus.
 

 

 Quelle: www.zecken.info